Arabische Schrift

Das arabische Alphabet

Das arabische Alphabet besteht aus 28 Buchstaben. Die Laufrichtung der Schrift verläuft von rechts nach links. Dabei werden die meisten Buchstaben auch in der Druckschrift miteinander verbunden. Die einzelnen Buchstaben nehmen je nach Position innerhalb eines Wortes (Anfang, Mitte, Ende, alleine stehend) unterschiedliche Formen an.
Die arabische Schrift ist eine Konsonantenschrift. Die Vokalisierung arabischer Texte muss ich als Leser mit dazudenken. Nur wer die arabische Hochsprache grammatikalisch beherrscht, kann daher arabische Texte korrekt lesen, aussprechen und verstehen.

Lesen lernen heißt Hochsprache lernen

Die Besonderheit der Konsonantenschrift bedeutet, dass Lesen lernen im arabischen Sprachraum eine ganz andere Herausforderung darstellt, als beispielsweise für deutsche Muttersprachler. Hinzu kommt das Thema Diglossie, der Unterschied zwischen schriftlicher Hochsrpache und schriftlichem Dialekt. Arabische Muttersprachler lernen als Kleinkind zunächst nur ihren jeweiligen Dialekt als mündliche Umgangssprache. Häufig kommen sie erst in der Grundschule mit der Hochsprache in Kontakt. Zwar kann die Vokalisierung durch Hilfszeichen über und unter der Schrift angegeben werden, dies ist aber in der sprachlichen Realität nur in Ausnahmen der Fall (z.B. Koran, Kinderbücher).

Arabische Zahlen

Im Arabischen verwendet man je nach Land entweder die bei uns in Europa gebräuchlichen – sogenannten „arabischen“ – Ziffern oder die eigentlichen arabischen Ziffern oder aber eine der beiden Varianten. Als Faustregel kann man sagen, dass in den Maghreb-Staaten (Marokko, Tunesien, Algerien) die bei uns gebräuchlichen Ziffern verwendet werden und in den übrigen weiter östlich gelegenen Staaten die arabischen Ziffern.

Schrift als Kunst: Die arabische Kalligraphie

Aus der arabischen Schrift hat sich im Verlauf der Jahrhunderte eine eigene Kunstform entwickelt: Die arabische Kalligraphie. Beispielsweise wurde mein Falken-Logo in einer modernen Form der arabischen Kalligraphie gestaltet. Für weitere Beispiele und Hintergrundinformationen empfehle ich die Website des Züricher Kalligraphen Daniel Reichenbach.

Bildquelle: Fotolia

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