Die Alltagssprache in Ägypten gilt als der meistgesprochene arabische Dialekt. Das ist bei rund 98 Millionen Einwohnern auch kaum verwunderlich. Denn Ägypten ist gemessen an der Bevölkerung das größte arabische Land. Aber auch über Ägypten hinaus wird das Ägyptisch-Arabische in vielen Ländern der arabischen Welt verstanden. Der Grund liegt in der großen Verbreitung durch ägyptische Musik-, Film- und Fernseh-Produktionen.

Der ägyptische Dialekt ist auch für Nicht-Muttersprachler leicht zu erkennen. Auffälligstes Kennzeichen ist der Buchstabe „Ǧīm“ (ج), der in Ägypten wie unser deutsches „G“ ausgesprochen wird. Wer etwas mehr Arabisch kann, erkennt den Dialekt beispielsweise auch an der charakteristischen Verneinung mittels Zirkumfix. Daneben ist auch die Platzierung von Fragewörtern am Satzende charakteristisch oder das Auftreten bestimmter Wörtern und Sätze, die es nur im Ägyptisch-Arabischen gibt: z.B. „aywa“ für „ja“.

Wie auch die anderen arabischen Dialekte ist das Ägyptisch-Arabische kein einheitliches Gebilde. Es gibt Unterschiede zwischen Unter- und Ober-Ägypten. Dazu kommen Besonderheiten zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Und wie bei jeder anderen Sprache auch, lassen sich auch innerhalb des Dialekts unterschiedliche Soziolekte ausmachen: Das heißt, man erkennt beispielsweise den Bildungshintergrund einer Person.

Bildquelle: Pixabay

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